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Zeit sich umzusehen…

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Nach langer Zeit geben wir nun doch endlich mal wieder ein Lebenszeichen von uns.  Zugegeben, es fällt mir nach dem vergangenen Herbst noch immer sehr schwer mich mit dem Thema Kraniche auseinanderzusetzen. Es fehlt ein kluger Rat, ein Ansprechpartner für die wichtigen Entscheidungen. Doch wie heißt der Spruch: „Das Leben geht weiter!“ Naja, das ist wohl so gesehen auch nur ein Spruch.

Unlängst hatte ich doch ein sehr erfreuliches Telefonat mit einem Mitglied. In dem Gespräch haben wir noch einmal die Situation in Bresewitz ausgewertet. es war/ist ein schönes Vorhaben. Der klassische Maisanbau ist auf dem Sandboden dort Geschichte. Ein guter Teil des Polders ist in die Ökokontierung aufgenommen und mit ein bisschen Glück werden auch die Deiche zurückgebaut. Das liest sich doch schon mal ganz gut. Und wenn man überlegt, wie lange es von dem ersten Zwangsversteigerungstermin bis zu diesem Ergebnis gedauert hat ( ich meine es sind bisher 9 Jahre) wird eins sehr deutlich, Naturschutz braucht Zeit und einen langen Atem.

Und so ist es wohl auch mit unserem „Kranichflugplatz Nisdorf“. Die Ortsumgehung in Wolgast ist nun im Bundesverkehrswegeplan drin, aber die Ausgleichsmaßnahmen lassen noch auf sich warten. Und wieder brauchen wir bei diesem Vorhaben Geduld, Geduld, Geduld…

 

Danke!

Danke für die tröstenden Worte. Von nun an müssen wir  unseren Weg alleine gehen!

danke_123Und wer genau hinsieht…sogar ein paar Kraniche haben ihre Spuren hinterlassen.

Herbst 2016

Es ist wieder soweit, Kraniche und Gänse erobern das vorpommersche Flachland. Die ersten Maisfelder sind abgeerntet und manchmal lädt auch leider die junge Saat unsere Durchzügler zum Verweilen ein:

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Nachtrag zu dem Beitrag: „Wenn ein Schwan stirbt…“

Insbesondere durch die Befürworter der „Schwanenjagd“ wurde ich darauf hingewiesen, dass eine Kompensation der Abschüsse durch eine erhöhte Reproduktionsrate erfolgen würde unzutreffend, jedenfalls nicht belegbar sei.

Nach meiner Auffassung erfolgt in vergleichsweise kurzer Zeit ein „Ausgleich“,  der Abschüsse wie auch die Ergebnisse der teilweise intensiven Bejagung der Kormorone in meinen Augen zeigen.

Damit halten wir dennoch daran fest, dass der Abschuss der 50 Schwäne auf den Bestand der Gesamtpopulation oder auch nur die Bestände in der Region keinen Einfluss hat.

Eine mögliche Argumentation, der Abschuss diene der Regulation einer Überpopulation  in der Region geht daher fehl. Zumal es sich bei den derzeit hier in der Region anzutreffenden Schwänen zumindest auch um Wintergäste (z.B. aus Polen) handelt.

 

Wenn ein Schwan stirbt…

Zum 1. Advent  wurden auf einem Acker bei Klausdorf 50 Höckerschwäne durch sogenannte Jäger geschossen. Die Jagd auf Schwäne ist in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. November bis zum 20. Februar freigegeben.

Dieses rechtlich voraussichtlich zulässige Massenabschlachten von Höckerschwänen  ist jedoch auf das schärfste zu kritisieren.

Die Dezimierung der Population um 50 Schwäne hat weder auf die Gesamtpopulation noch auf die Schadensbilanz der Landwirte Auswirkungen. Einerseits erfolgt eine Anpassung der Reproduktionsrate und andrereseits ist bekannter Maßen die Zahl der Schwäne in der Region so hoch, dass der Verlust der geschossenen Tiere nicht mehr ins Gewicht fällt.

Auch ein Vergrämungserfolg (Vertreibungserfolg) stellt sich durch derartige Einmalaktion nicht ein. Unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der Landwirtschaft war diese Maßnahme daher  völlig sinnlos.

Ging  es also lediglich um die Befriedigung der Lust am Schießen und Töten? Diese Frage können nur die Teilnehmer dieser Untat beantworten.

Verständnis für die Landwirtschaft oder gar die Jagd kann man so nicht aufbauen. Zumal sich das Ereignis vor der Schutzgebietskulisses eines europäischen Vogelschutzgebietes (Special Protected Area) abspielte.

Nach unseren Informationen verurteilt auch der Bürgermeister der Gemeinde Klausdorf diese Aktion und lässt rechtliche Schritte prüfen.

Im Ergebnis wird gemeinsam mit den Landwirten und Behörden über eine Lösung hinischtlich der Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen nachzudenken sein.

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