Category Archives: Region

Wenn ein Schwan stirbt…

Zum 1. Advent  wurden auf einem Acker bei Klausdorf 50 Höckerschwäne durch sogenannte Jäger geschossen. Die Jagd auf Schwäne ist in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. November bis zum 20. Februar freigegeben.

Dieses rechtlich voraussichtlich zulässige Massenabschlachten von Höckerschwänen  ist jedoch auf das schärfste zu kritisieren.

Die Dezimierung der Population um 50 Schwäne hat weder auf die Gesamtpopulation noch auf die Schadensbilanz der Landwirte Auswirkungen. Einerseits erfolgt eine Anpassung der Reproduktionsrate und andrereseits ist bekannter Maßen die Zahl der Schwäne in der Region so hoch, dass der Verlust der geschossenen Tiere nicht mehr ins Gewicht fällt.

Auch ein Vergrämungserfolg (Vertreibungserfolg) stellt sich durch derartige Einmalaktion nicht ein. Unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der Landwirtschaft war diese Maßnahme daher  völlig sinnlos.

Ging  es also lediglich um die Befriedigung der Lust am Schießen und Töten? Diese Frage können nur die Teilnehmer dieser Untat beantworten.

Verständnis für die Landwirtschaft oder gar die Jagd kann man so nicht aufbauen. Zumal sich das Ereignis vor der Schutzgebietskulisses eines europäischen Vogelschutzgebietes (Special Protected Area) abspielte.

Nach unseren Informationen verurteilt auch der Bürgermeister der Gemeinde Klausdorf diese Aktion und lässt rechtliche Schritte prüfen.

Im Ergebnis wird gemeinsam mit den Landwirten und Behörden über eine Lösung hinischtlich der Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen nachzudenken sein.

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Friedvolle Adventszeit

Wir wünschen allen eine friedvolle Adventszeit, besinnliche Stunden mit Familie und Freunden und noch einen gemütlichen 1. Advent. Es sind diese Momente, die man nie wieder zurückholen kann.

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Rahmenprogramm 2015

Da wir am Freitag Abend die Formalien erledigen konnten, hatten wir wieder Zeit für unsere Ausflüge. Diesmal standen eine Floßfahrt auf der Recknitz unter fachlicher Leitung von Herrn Stypmann vom Kanuverleih Marlow und ein Besuch ein Besuch in Micha’s Kraeutergarten in 18461 Gremersdorf-BuchholzOT Wolfsdorf auf dem Plan.

Fachkunde Erklärungen gab’s sowohl im Kräutergarten als auch auf der Recknitz und zur Stärkung gab’s dann einen leckeren Imbiss in Micha’s Kräutergarten.

Floßfahrt auf der Recknitz
Zeit für Besinnung auf der Recknitz
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Genießen in Micha’s Kräutergarten

Neue Nationalparkausstellung

Am Aussichtsturm in Barhöft nimmt das neue Nationalparkinfo-Gebäude Gestalt an.
Da sind wir doch mal auf die neue Ausstellung gespannt:

Neue Nationalparkinformation

Beim nächsten Mal fotografiere ich dann auch mit dem Weitwinkel!

Prohner Speicher

Der Prohner Speicher ist ein  kleines künstliches Gewässer am Rande des Boddens:

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Früher war an dieser Stelle die natürliche Mündung des Prohner Baches in die Prohner Wiek.

Die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) Prohn hat das Gewässer angestaut und das Wasser für die umliegenden Kohlfelder zur Bewässerung eingesetzt.  Die LPG gibt es schon lange nicht mehr und mit ihr sind auch die Kohlfelder verschwunden. Aus landwirtschaftlicher Sicht bedarf es des Speichers damit nicht mehr. Und so ist auch vor geraumer Zeit ein erbitterter Streit um den Erhalt und die damit verbundenen Kosten des Speichers entbrannt.

Viele Gründe sprechen für den Speicher. Vor allem seinen Funktion als Rastgebiet für zehntausende Entenvögel. Gerade in diesen Tagen scheint das flache Wasser zu brodeln. Berg-Reiher- und Stockenten tummeln sich dort und bieten einen ametmberaubenden Anblick. Aber auch der Hochwasserschutz für das am Prohner Bach liegende Baugebiet ist ein Argument für den Speicher. Und so wird sich der Streit wohl noch lange hinziehen-zum Wohle unserer Entenvögel.

 

Kiebitzbrut auf den Wiesen zwischen Prohn und Klausdorf 2015

Nachdem offenbar bereits ein Kiebitzpärchen die Wiese gewählt hat, entscheiden sich vom aktuellen Durchzug vielleicht auch noch welche für das eher anspruchsvolle Brutrevier.  Die drohende Gefahren sind vielseitig. Im Augenblick ist das Boddenwasser hoch und die Wiesen teilweise überschwemmt. Raben, Krähen und Fuchs sind  ebenfalls unterwegs. Von den Wildschweinen will ich gar nicht reden. Also wir wünschen jedenfalls viel, viel Glück beim Nestbau und dem anschließenden Brutgeschäft 2015!

Kiebitze auf Durchzug

 

Besuch am Artenschutzturm

Na, hier macht es sich doch jemand am „Klausdorfer Artenschutzturm“ so ganz bequem!
Die Aufnahme ist gestern entstanden, da lohnt sich dann die Arbeit für unsere Freunde!

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Gestern habe ich auch Kranichmeldungen aus dem Taunus bekommen und heute bei unserem kleinen Beisammensein wurden mir die ersten Sichtungen aus Stralsund bestätigt.

„Kunst“ und Merkwürdigkeiten im Nationalpark

Auf Facebook hatte ich folgendes Bild mit Text veröffentlicht:

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„Es gibt Dinge, an die kann ich mich nicht gewöhnen.

Im Vordergrund Kunst(?): Eine Hommage an die Raketentruppen von Barhöft? Nein! Irgendwie soll das Ding auch was mit Kranichen zu tun haben.

Im Hintergrund: Der Zollkreuzer liegt in der Kernzone I des Nationalparks. Warum?
Ich meine außer, dass es Sonntag Nachmittag ist und der Kaffee an so einem lauschigen Plätzchen einfach besser schmeckt. Übrigens da lagen früher auch die Stasiboote, deren Crews die Wassersportler an der Weiterfahrt in die Ostsee hinderten.“

Das Foto veranlasst übrigens die Verwandtschaft des Grundstückseigentümers mit  dem Kunstobjekt zu folgendem Kommentar:

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Dazu noch mal ein paar Gedanken:

1. Das fremde Grundstück ist ein Gaststätten-/Hotelgrundstück! Man könnte daher annehmen, dass ein öffentlicher Zugang gewünscht sei.

2. Die „Kunst“ ist mit öffentlichen Geldern (Fördermitteln!) finanziert. Wurde mit öffentlichen Geldern ein privates Grundstück aufgewertet – sozusagen zum privaten Vergnügen? Dann tun sich allerdings noch ganz andere Fragen auf.

3. Kern der Aussage ist eigentlich der Zollkreuzer im Hintergrund in der Kernzone des NP! Was tut der da????

4. Die Aufnahme entstand übrigens mit 300 mm Brennweite von der öffentlichen Straße!

(Unabhängig von all dem halte ich den „stilisierten“ Kranich oder was immer das ist (irgendwie finde ich die Nähe zu den Raketenanlagen der NVA eher gegeben), für völlig daneben. Solche Dinge passieren halt, wenn jeder an jedem Ort meint, es muß unbedingt etwas mit Kranichen sein. Was Kraniche mit einem Hafen zu tun haben, ist  dann die Frage. Aber das alles ist meine ganz persönliche Meinung!)