Wenn ein Schwan stirbt…

Zum 1. Advent  wurden auf einem Acker bei Klausdorf 50 Höckerschwäne durch sogenannte Jäger geschossen. Die Jagd auf Schwäne ist in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. November bis zum 20. Februar freigegeben.

Dieses rechtlich voraussichtlich zulässige Massenabschlachten von Höckerschwänen  ist jedoch auf das schärfste zu kritisieren.

Die Dezimierung der Population um 50 Schwäne hat weder auf die Gesamtpopulation noch auf die Schadensbilanz der Landwirte Auswirkungen. Einerseits erfolgt eine Anpassung der Reproduktionsrate und andrereseits ist bekannter Maßen die Zahl der Schwäne in der Region so hoch, dass der Verlust der geschossenen Tiere nicht mehr ins Gewicht fällt.

Auch ein Vergrämungserfolg (Vertreibungserfolg) stellt sich durch derartige Einmalaktion nicht ein. Unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der Landwirtschaft war diese Maßnahme daher  völlig sinnlos.

Ging  es also lediglich um die Befriedigung der Lust am Schießen und Töten? Diese Frage können nur die Teilnehmer dieser Untat beantworten.

Verständnis für die Landwirtschaft oder gar die Jagd kann man so nicht aufbauen. Zumal sich das Ereignis vor der Schutzgebietskulisses eines europäischen Vogelschutzgebietes (Special Protected Area) abspielte.

Nach unseren Informationen verurteilt auch der Bürgermeister der Gemeinde Klausdorf diese Aktion und lässt rechtliche Schritte prüfen.

Im Ergebnis wird gemeinsam mit den Landwirten und Behörden über eine Lösung hinischtlich der Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen nachzudenken sein.

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